Neurodiversitätsaffirmierende Sprachtherapie für autistische Kinder
Von klassischen Methoden zu echter, beziehungsorientierter Arbeit
Mir ist es wichtig zu betonen, wie hilfreich neurodiversitätsaffirmierende Sprachtherapie und Sprachförderung für autistische Kinder sein kann … → WENN sie mit fundiertem Wissen über autistische Wahrnehmungsbesonderheiten und einem tiefen Verständnis für gestaltbasierten Spracherwerb arbeitet.
Ich bin nicht immer den Weg gegangen, den ich heute vertrete …
Im Studium und in den ersten Berufsjahren habe ich klassische Methoden gelernt:
- klar strukturierte Sprachtherapie eingehalten
- Zieldefinitionen niedergeschrieben
- und Trainingsprogramme ausprobiert
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Damals dachte ich: So hilft man autistischen Kindern zu sprechen.
ABER ETWAS HAT SICH IMMER WIEDER FALSCH ANGEFÜHLT.
Wenn Methoden an ihre Grenzen stoßen
- Wer braucht eigentlich diese ganze Struktur – und ist sie wirklich so hilfreich?
- Wessen Ziele sind es, die wir da anstreben?
- Muss es immer „Sprechen“ sein, um einander zu verstehen?
- Was macht Kommunikation eigentlich aus?
Besonders in der Arbeit mit Kindern im Autismus-Spektrum bin ich an Grenzen gestoßen.
Nicht ihre Grenzen – meine.
Ich habe gemerkt: Ich sehe das Kind nicht wirklich, wenn ich nur auf das Sprachziel schaue. Ich höre nicht richtig hin, wenn ich nur versuche zu „fördern“.
Das war der Moment, in dem ich angefangen habe:
- mein Wissen zu hinterfragen
- neu zu lernen
- meine Haltung zu stärken
- und offen zu vertreten
Heute weiß ich:
Neurodiversitätsaffirmierende Sprachtherapie für autistische Kinder entsteht nicht durch perfekte Technik, sondern durch echte Begegnung.
Warum ich mich für grundsätzliche Veränderungen in der Sprachtherapie einsetze
Ich arbeite beziehungsorientiert, kenne mich sehr gut mit gestaltbasierter Sprachentwicklung aus und setze mich leidenschaftlich dafür ein, dass sich in diesem Feld grundlegend etwas ändert.
Zu oft begegne ich Familien mit schmerzhaften Erfahrungen
Zu häufig lerne ich Eltern und Kinder kennen, die leider sehr belastende Erfahrungen in unserem Berufsfeld gemacht haben.
- Geschichten von Therapien, die mehr Druck als Unterstützung bedeuteten.
- Von Zielen, die am Kind vorbei formuliert wurden.
- Von Ansätzen, die das Anderssein als Defizit sahen, statt als Teil der menschlichen Vielfalt.
Das zeigt mir: Wir alle können noch so viel lernen und besser machen.
Diese Erkenntnis treibt mich auch an, meine eigene therapeutische Arbeit, immer wieder zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Der GESPENST®- Ansatz: Meine Antwort auf veraltete Methoden
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Mein Wunsch? Dass mehr Fachpersonen den Mut fassen, ihr eigenes therapeutisches Denken zu hinterfragen. Sich auf den Weg zu einer Haltung zu machen, die echt ist, wirksam und vor allem menschlich.
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Denn neurodiversitätsaffirmierende Sprachtherapie für autistische Kinder hat nichts zu tun mit der perfekten Methode – sondern mit der richtigen Haltung.
‚Autismus‘ kann ich nicht
Als ich 2015 noch relativ frisch im Beruf war, habe ich mir zunächst nicht zugetraut, autistische Kinder therapeutisch zu begleiten. Ich habe es komplett vermieden … bis ich durch einen Stellenwechsel nicht mehr „Nein, ‚Autismus‘ kann ich nicht“ sagen konnte.
Ich „wagte“ mich also und schäme mich heute über diese ableistischen Gedanken. WOVOR hatte ich eigentlich Angst?
Von autistischen Kindern lernen
Mir wurde erst in der direkten Arbeit mit autistischen Kindern klar, wie wenig ich mich auskannte. Was es wirklich bedeutet, wenn wir von einem Spektrum sprechen. Und wie viel problematischen Müll ich schon über das Thema „gelernt“ hatte.
Ich lernte Kinder kennen, die mir zeigten: „An der Hand führen“ kann wunderbar funktionierende Kommunikation sein.
Viele Ziele sind nicht mehr zeitgemäß
Mir wurde bewusst, dass das Therapieziel „Blickkontakt aufbauen“ und die Art, wie ich dachte, vorgehen zu müssen, nicht nur überflüssig war, sondern teilweise auch extrem unangebracht.
Ja, Therapieziele sind wichtig! Aber nicht alle Ziele sind bei aktuellem Forschungsstand noch zeitgemäß oder weiter tragbar. Und natürlich passen nicht alle Ziele für alle Kinder.
Und, ganz wichtig, die Ziele sind logischerweise nicht für mich da oder können fremdbestimmt und generisch festgelegt werden. Sie müssen für das individuelle Kind sein.
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Mehr InformationenDu möchtest wissen, wie autistische Kinder mit gestaltbasierter Sprachentwicklung sinnvoll unterstützt werden können?
Du kennst das vielleicht auch: Unsicherheiten bei der sprachspezifischen Förderung und Therapie. Was ist wirklich sinnvoll und was eher zu vermeiden? Was sind die Besonderheiten bei Kindern im Autismus-Spektrum? Wie nehmen sie Sprache wahr? Wie verarbeiten sie Sprache und wo liegen ihre oft übersehenen Ressourcen?
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Für Sprachtherapeut*innen, Logopäd*innen und Fachkräfte, die mit Kindern im Autismus-Spektrum arbeiten und für Eltern, die ihre Kinder zu Hause sprachförderlich begleiten möchten.
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Meine Vision ist, dass alle autistischen Kinder mit Sprachförder- oder Therapiebedarf auf neurodiversitätsaffirmierende Therapeut*innen, Fachkräfte und Wegbegleiter*innen treffen, die wissen: Es braucht eine vertrauensvolle Basis und echte Beziehung, um kindgeleitet authentische Kommunikation zu unterstützen.
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